MEINE GALERIE

Die Kunst ist der Spiegel

der innersten Seele

— Bettina von Arnim

Klicke gerne auf die folgenden Jahreszahlen, um zu erfahren, was ich in dem jeweiligen Jahr gezeichnet habe.

Meine Kunst ...

... und wie sie sich entwickelt hat.

Wenn ich mich an meine ersten Zeichnungen zurückerinnere, so wird schnell deutlich, dass ich vor allem meine Liebe zu Videospielen auf das Papier gebracht habe. Am allerliebsten habe ich Pokémon gezeichnet, in ihrer wohl denkbar niedlichsten Form, und tatsächlich war damals auch noch sehr viel Farbe im Spiel. In jener Zeit habe ich außerdem sehr gerne Anime-Serien und auch -Filme geguckt, eigene Manga gezeichnet und Charaktere entwickelt. Meine Zeichnungen basierten daher auf all‘ den zauberhaften Dingen, mit welchen ich mich in dieser Zeit umgeben habe.

… doch in meiner Jugend kam es zu einer Art „Cut“. In der Zeit, als ich mir meiner Gefühle plötzlich „bewusst“ wurde und einen Zugang zu meinem Inneren erlangen konnte, habe ich von jetzt auf gleich gar nicht mehr gezeichnet.

Ich hatte eine sehr schwere Kindheit, dies aber erst in einem bestimmten Alter realisiert. Man hat mir erzählt, dass jene Zeichnungen, die ich in sehr jungen Jahren angefertigt habe und sich folglich meiner Erinnerung entziehen, interessanter Weise teilweise sehr finster und dunkel waren. Offenbar habe ich intuitiv schon damals versucht, meine Gefühle auf das Papier zu bringen. Und genau diese Eigenschaft habe ich zurückerlangt, als Herz und Seele mir sagten, dass es in mir eine Menge zu verarbeiten gibt … und während meiner Jugend kam leider noch einiges dazu, aber das ist ein anderes Thema.

Bis ich meine Kunst allerdings als Ventil zur Verarbeitung für mich entdeckt habe, sind viele Jahre vergangen. Eines Tages habe ich in einem Karton einen tiefschwarzen Künstlerstift (Faber-Castell, Pitt Oil Base) wiederentdeckt und einfach gezeichnet, ohne großartig nachzudenken. Dass ich einige Jahre davor noch bunte Fabelwesen gemalt habe, hätte beim Betrachten der neuen Bilder wohl niemand vermutet … Ich wollte plötzlich vor allem die Realität auf das Papier bringen und ihr dabei möglichst nahekommen. Menschen, Tiere, Bäume … all‘ das habe ich versucht, naturgetreu zu zeichnen, dabei aber auch immer wieder surrealistische Elemente mit einfließen lassen, um die Gefühle, die dahinterstehen, zu verdeutlichen. Seitdem habe ich besagten Stift nicht mehr beiseitegelegt und fertige alle meine Zeichnungen hauptsächlich mit ihm an … unterstützt von Bleistiften verschiedener Stärke.

Selbst für mich ist es unglaublich überraschend und faszinierend zu sehen, dass ich eine Entwicklung erfahren habe, die nun in einem fast fotorealistischen Stil mündete.

So düster meine Zeichnungen teilweise auch sind, kann ich euch eines versichern: Wenn ich mich der Schreibkunst widme, wird es nochmals deutlich finsterer … in Worten kann ich weitaus intensiver „explodieren“ und alles aus mir herauslassen, während ich in meiner Zeichenkunst immer ein wenig Schönheit bewahre.